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Mittwoch 20. September 2017
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Alle Jahre wieder - Allergieauslöser Pollen

Alle Jahre wieder - Allergieauslöser Pollen

Vor allem gerade zu Beginn des Frühjahrs fliegen wieder Pollen und man sieht geplagte Menschen, die mit laufender Nase, heftigem Niesen und stark juckenden Augen darauf reagieren. Schon wieder sind viele Praxen mit Patienten, die an Pollen-Allergie leiden, gefüllt. Sie beklagen sich bereits schon ab Januar, dass die Pflanzen nach der Winteruhe wieder aktiv geworden sind. Warum lösen aber gerade Blütenpollen so häufig Allergieerscheinungen aus? Pollenallergiesymptome treten während bestimmter Zeiten auf - wenn die entsprechenden Allergieauslöser in Blüte stehen. Prinzipiell können ganz verschiedene Substanzen - wie Ausscheidungen von Hausstaubmilben, Chemikalien, Medikamente oder Nahrungsmittel - Allergien auslösen.

Verschiedene Pollenarten haben ihre charakteristische Flugsaison: Zu den Frühblühern gehören Sträucher und Bäume wie Hasel und Erle. Gräser und Getreide blühen meist zwischen Mai und Juni, Kräuter wie Beifuß, Nessel und Wegerich von Mai bis August. Wann genau aber dieses Pflanzen blühen hängt natürlich auch vom Wetter ab. Allergische Reaktionen können dadurch zu unterschiedlichen Zeiten eines jeden Jahres auftreten.

Reizende Verwandschaft

Wer allergisch auf Pollen ist, hat möglicherweise auch mit bestimmten Nahrungsmitteln Schwierigkeiten. Sie können zu Juckreiz, Schwellungen und Bläschen der Mundschleimhaut, aber auch Schnupfen, Bindehautentzündung, Asthma und Hautreaktionen führen. Der Grund für diese Kreuzallergien ist die weit verzweigte Verwandschaft der Pflanzen untereinander.

Was aber zeichnet den Pollen eigentlich aus?

blueten3_klIn der Pollenverbreitung wirkt die sonst ortsgebundene Pflanze weit über sich hinaus. Pollen entstehen in der Blüte, die entweder so gebaut ist, dass ein Windstoß die staubfeinen Körnchen mit sich tragen kann, oder dass durch Duft, Farbe und Form der Blüten Tiere angelockt werden, die den Pollen dann zur nächsten Blüte tragen. Am häufigsten sind Bienen solche Pollenüberträger, aber auch Schmetterlinge, Käfer oder Vögel. Der vom Wind verbreitete Pollen erreicht unsere Nase und hier können bei entsprechend empfindlichen Menschen einige wenige Pollenkörper Allergiesymptome hervorrufen.

Es gibt viele und sie sind überall. Oft nimmt mit fortschreitendem Alter die Reaktionsfähig des Immunsystems ab, und die allergische Reaktion wird schwächer. Gerade bei jüngeren Menschen kann sich die Allergie auch ausweiten und sich auf Stoffe ausdehnen, die bisher toleriert wurden. Und die Beschwerden können sogar stärker werden.

Bei ca. 40% der Betroffenen kommt es im Schnitt nach acht Jahren Heuschnupfen zum so genannten Etagenwechsel. Zusätzlich zum Heuschnupfen entwickelt sich dann ein allergisches Asthma.

Kurzinformation

Die Pollen, das männliche Erbgut der Pflanze, gelangen mit dem Wind oder Insekten von einer Pflanze zur anderen. Für Allergien sind vor allem die Pollen verantwortlich, die mit dem Wind reisen.

Die Pflanzen setzen große Mengen davon frei.

Eine einzelne Roggenähre kann über vier Millionen Pollenkörner auf die Reise schicken. Sind die Windverhältnisse günstig, verbreiten sich die Pollen bis zu 400 Kilometer weit.

Ein Ausflug in den Wald oder über die Felder kann gerade im Frühling und Frühsommer für Pollenallergiker zur reinsten Qual werden.

Welche Blütenpollen gibt es?

Ambrosia - wächst auf Brachflächen, Schuttplätzen und an Straßenrändern.
Blütezeit: Ende Juni bis Ende Oktober. Einer der weltweit stäksten Allergieauslöser.

Esche - wächst auf feuchten Standorten.
Blütezeit: Februar bis Ende Juni. Mäßig bis hohe allergene Potenz.

Beifuß - wächst mit Vorliebe auf ungepflegten Flächen, an Wegrändern und an Ufern.
Blütezeit: Mitte Mai bis Ende Oktober. Hohe bis sehr hohe allergene Potenz.

Birke - wächst in kühlen Klimazonen und an hellen Standorten
Blütezeit: Anfang Februar bis Ende Juli (temperaturabhängig)

Erle - wächst gerne in Wassernähe, an Bachläufen, Ufern von Seen und Flüssen.
Blütezeit: ab Dezember bis Ende Mai, sobald die Temperaturen 5º C überschreiten.

Gräser - zahlreiche Grasarten, gehören zu unterschiedlichen Familien.
Blütezeit: ab April, kann wegen der Artenvielfalt bis Ende November dauern.

Hasel - wächst in Laubwäldern oder als Hecken
Blütezeit: temperaturabhängig, ab 5º C, bereits ab Dezember bis Mitte Mai. Mäßig bis hohe allergene Potenz.

Roggen
- Blütezeit: Mitte April bis Ende Juli. Sehr hohe allergene Potenz.

Tipps für den Alltag

- Informieren Sie sich rechtzeitig über die aktuelle Pollenflug-Situation.
- Halten Sie sich in dieser Zeit möglichst wenig im Freien auf und vermeiden Sie wenn vor allem anstrengende Betätigung
- Legen Sie Ihren Urlaub möglichst in die Zeit, in der zu Hause die meisten Pollen fliegen.
- Lassen Sie beim Autofahren die Fenster geschlossen und schalten Sie die Lüftung aus.
- Lüften Sie Ihre Wohnung in ländlichen Gebieten abends, im städtischen Bereich morgens.
- Waschen Sie sich die Haare, bevor Sie zu Bett gehen.
- Tragen Sie im Freien eine Brille, das hält die Pollen ein wenig von den Augen fern.


Mehr zum Thema "Allergie, was nun?" finden Sie unter: www.sachsen-im-internet.de/allergie-ratgeber"zum Thema "Pollenflug" finden Sie unter: www.europa-apotheek.com/allergie mehr. Hier können Sie den aktuellen Pollenflugkalender downloaden.

*Quelle, Textmaterial von Europa Apotheek Venlo, Ausgabe März ´09 www.europa-apotheek.com